Zürich, 23. Juli

Der SIG erhält einen antisemitischen Brief, welcher von Stereotypen und Vorurteilen geprägt ist. Der Brief wurde wahrscheinlich als Reaktion auf eine Kolumne des Präsidenten im Tages-Anzeiger geschrieben. „Dass weltweit im Verhältnis zur Anzahl überdurchschnittlich viele Juden stramme Kapitalisten sind und deswegen über enormen Einfluss in Medien, Politik und Wirtschaft verfügen darf wohl ohne als gleich antisemitisch betitelt zu werden behauptet werden.“, schreibt der Absender, „Hier könnten jedoch meines Erachtens die einflussreichen Juden, welche es noch nicht tun, aktiver etwas zu einer lebenswerteren und friedlicheren Welt beitragen.“ Die Aussage des Briefes geht dahin, dass die Juden weniger gehasst würden, wenn sie nicht so gierige Kapitalisten wären respektive sich vom Kapitalismus distanzieren würden.

Mittwoch, Juli 23, 2014