Physische Übergriffe

Zürich, 03.04.2016

Ein jüdischer Knabe wird  in Zürich auf der Strasse antisemitisch beschimpft und angespuckt, als er auf seinem Fahrrad an drei Jugendlichen vorbeifährt.

Zürich, 19.05.2016

Auf der Allmend in Zürich wollen zwei jüdische Knaben  mit anderen Jugendlichen Fussball spielen. Die Reaktion: „Ihr seid doch Juden. Juden haben hier nichts verloren. Scheiss Juden“. Anschliessend werden beide jüdischen Jugendlichen bespuckt, woraufhin sie sich vom Gelände entfernen.

Zürich, 04. Mai

Drei Jugendliche aus dem jüdischen Sportclub Hakoah werden von zwei Jugendlichen vor dem Training antisemitisch beschimpft, geschubst und schlussendlich auch geohrfeigt. Passanten, welche diese Tat beobachten, mischen sich ein und vertreiben die Angreifer. Die Polizei wird eingeschaltet, die Täter können jedoch nicht identifiziert werden.

Zürich, 04. Juli

In Wiedikon tauchen über 20 Neonazis auf und attackieren einen orthodoxen Juden. Mehrere den Behörden bekannte und vorbestrafte Neonazis beschimpfen, bespucken und schubsen ihn herum. Möglicherweise kann nur dank des beherzten Eingreifens von Passanten und Polizei Schlimmeres verhindert werden. Das Opfer reicht Anzeige wegen Drohung, Tätlichkeit und Verstoss gegen die Rassismusstrafnorm ein. Das Verfahren läuft noch.

Davos, 14. August

Ein jüdischer Mann ist mit seiner Familie in seinem Auto in Davos unterwegs. Möglicherweise nimmt  er dabei einem Fussgänger bei einem Zebrastreifen den Vortritt. Die Familie fährt zu einem nahestehenden Geschäft, der jüdische Mann steigt aus und geht einkaufen. In der Zwischenzeit kommt der Fussgänger vom Zebrastreifen zum Geschäft, sieht das Auto, klopft an das Fenster und spricht die Ehefrau auf Schweizerdeutsch an. Diese versteht ihn nicht. Als der Ehemann zurückkommt, redet der Fussgänger auf ihn ein. Der jüdische Mann versteht nur die Worte „Juden raus“ und „Judenhotel“.

Zürich, 7. April

Ein Mann versucht, eine jüdische Einrichtung zu betreten. Ein Sicherheitsmann will das verhindern. Der Mann versucht, den Sicherheitsmann mit Gewalt aus dem Weg zu schieben und das Gebäude zu betreten. Es kommt dabei zu einem Gerangel. Der Eindringling lässt von seinem Vorhaben ab und entfernt sich vom Tatort.