Verschiedene

Unterwasser, 15. Oktober

Rund 5000 Neonazis aus ganz Europa treffen sich im beschaulichen Toggenburg an einem Konzert mit rechtsextremen Bands – laut Medien die bislang grösste Neonazi-Veranstaltung in der Schweiz. Unter den Namen «Rocktoberfest» treten diverse rechtsgerichtete Musikgruppen auf. Über die Veranstaltung hat als erste die Organisation Antifa (Antifaschistische Aktion) auf Twitter berichtet. Demnach sollen die Organisatoren aus dem Umfeld der internationalen Neonazi-Organisation «Blood & Honour» stammen. Mehrere der auftretenden Bands haben Songs mit antisemitischen Texten im Repertoire.

Visp, 09.08.2016

Im Raum Visp werden von Unbekannten über Hundert Flyer mit antisemitischem Inhalt aus einem fahrenden Auto geworfen. Diese sind mit   "Europa Erwache" übertitelt, zu sehen ist ein durchgestrichener Davidstern.

Nidwald, 15.03.2016

In einer Nidwaldner Dorfzeitung erscheint ein Artikel über das Osterfest, in welchem ein reformierter Pfarrer das jüdische Volk in antijudaistischer Manier pauschal als „Verräter an der Liebe Jesu“ darstellt.

Zürich, 28.02.2016

Am Bahnhof Stadelhofen in Zürich wird ein Kleber entdeckt. Zu sehen ist ein Strichmännlein, welches einen Davidstern in den Müll wirft mit der Unterschrift „Gegen Nazis“.

Dornach und Arlesheim, 24.01.2016

In vielen Briefkästen in Dornach und Arlesheim liegt ein vierseitiges Flugblatt, überschrieben “Wie war das mit dem Holocaust?”  Verteilt wurde es vom Holocaust-Leugner Bernhard Schaub. Es enthält die bekannten Schaubschen Ansichten, wonach die Nationalsozialisten keine Gaskammern betrieben hätten, Juden in den Konzentrationslagern an Fleckfieber-Epidemien gestorbens seien und das Blausäuregas “Zyklon B” lediglich als Entlausungsmittel eingesetzt worden sei.

Kreuzlingen, 02. Dezember

Medien berichten, dass in Kreuzlingen in mehrere Briefkästen antisemitische Flyer eingeworfen wurden. Auf den Flyern wird der Holocaust als Schwindel dargestellt und Juden werden in der Schrift aufs übelste diffamiert.

Zürich, 10. Dezember

Im Auftrag eines grossen Fussballclubs meldet sich eine Anwaltskanzlei beim SIG: Offenbar wurde ein jüdischer Fussballer vor ein paar Monaten gemobbt, weil er jüdisch ist. Der Haupttäter wurde danach aus dem Club ausgeschlossen. Die Anwältin darf den Namen des Clubs nicht verraten. Der betroffene Verein will nun die Statuten anpassen, um auf solche Vorfälle besser reagieren zu können.

Winterthur, 05. Dezember

Medien berichten, dass in einem Dokumentarfilm über Syrien ein arabisches Kampflied zu hören sei, in dem zum Mord an Juden aufgerufen wird. Der Film wurde von IZRS-Vorstandsmitglied Naim Cherni im Auftrag des IZRS gedreht und in Winterthur öffentlich vorgeführt. Auch auf Youtube ist der Film zu sehen.

Zürich, 19. November

Eine Gastkommentatorin schreibt in der NZZ: „Wie um Himmels willen kann gerade dieses Volk, das über die Jahrhunderte aufgrund seiner Religion immer wieder so grausam gelitten hat, andern das Gleiche antun?“ Damit setzt die Autorin des Kommentars das Vorgehen nicht nur Israels, sondern des jüdischen Volkes mit der Judenverfolgung der Nazis gleich – eine klassische Täter-Opfer-Umkehr.

Zürich, 23. Juli

Ein anonymer Anrufer meldet sich telefonisch bei der SIG-Geschäftsstelle. Er verlangt, mit dem SIG-Präsidenten verbunden zu werden. Als diesem Wunsch nicht entsprochen wird, beschimpft er die Sekretärin als „dumme Kuh“ und argumentiert, dass die Juden ganz selber Schuld seien, dass sie von allen gehasst würden. Da sich die Juden in Israel wie Nazis benähmen, sei dieser Hass auch auf die Schweizer Juden gerechtfertigt und keineswegs antisemitisch. Nach diesem Anruf meldet er sich noch mehrfach telefonisch, per Email und via Facebook, immer argumentiert er auf dieselbe Weise.

Zürich, 22. Juli

Die Zeitung 20 Minuten und andere Medien berichten über zahlreiche Drohungen gegen Juden auf Facebook im Vorfeld einer pro-palästinensischen Demonstration.

Zürich, 18. Juli

Bei einer Anti-Israel-Demonstration hält ein Mann ein Schild hoch mit der Aufschrift „Die Juden brauchen eine Hitler“. Die Weltwoche berichtet darauf: „Ein Grüppchen tätowierter Neonazis demonstrierte bestens gelaunt Seite an Seite mit den bärtigen Anhängern der radikalen Muslimbruderschaft“.