Zuschriften

Zürich, 16.12.2016

Der SIG erhält einen Brief mit antisemitischem Inhalt, welcher sich über die Sicherheitsdebatte um die Schweizer Juden abschätzig beklagt und sich alle Juden in Israel wünscht, weil „Da haben wir dann euren ganzen Stinkhaufen zusammen zum Liquidieren!“

Zürich, 01.12.2016

Der SIG erhält eine E-Mail in französischer Sprache mit antisemitischem Inhalt. Der Absender verharmlost darin den Holocaust und wünscht sich Hitler mit folgenden Worten zurück: „tonton adolf allais revenir pour nous débarasser des juifs qui nous bandent depuis 2000 ans.“

Zürich, 03.10.2016

Der SIG erhält einen Brief, welcher alles Übel in der Welt den Juden anlastet: An
9/11, ISIS oder dem 2.Weltkrieg seien die Juden schuld. Zudem wird behauptet:
„Schweizer Juden das ist reine Papierform; ein Jude in welchem Lande auch immer er sich ausbreitet, wird immer Jude sein, selbst nach 4‘000 Jahren!“

Zürich, 01.10.2016

Der SIG erhält eine antisemitische E-Mail : „Es gibt immer mehr Menschen, die eure [der Juden] falschen Spiele durchschaut haben“, schreibt der anonyme Verfasser

Zürich, 14.09.2016

Ein junger Mann erhält von einem ehemaligen Mitschüler auf WhatsApp zwei antisemitische und beleidigende Sprachnachrichten. Unter anderem wird das Opfer als "dreckiger scheiss Jud“ bezeichnet.

Zürich, 08.08. 2016

Der SIG erhält von einem Unbekannten einen Brief, welcher voll von Vorurteilen gegenüber Juden ist und in welchem der Holocaust geleugnet wird. Unter anderem wird behauptet, dass Elie Wiesel
„nie in seinem Leben in einem Konzentrationslager gewesen war. Wahrlich die Shoa-Show must go on!“ und „Die Juden sind so geldgierig, dass sie sogar den Strick verkaufen, an dem wir sie eines Tages aufhängen werden.“

Zürich,15.07.2016

Der SIG erhält eine E-Mail. Darin schreibt ein Unbekannter, dass Juden grosses Leid über die Welt bringen würden, und droht, dass „jüdische Personen in der Schweiz zur Verantwortung“ gezogen würden, wenn nicht sofort eine hohe Geldsumme bezahlt würde. Weiter steht, dass die Täter „nicht davor zurückschrecken, zu verhindern, dass jüdische Kinder weiter eine Schule besuchen“.

Zürich, 03.06.2016

Der Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorge (VSJF) erhält eine Zuschrift mit dem Inhalt „scheiss mafia go home to israel“ von einem Absender, der sich „Adolfhitler@judennet.com“ nennt.

Zürich, 29.05.2016

Der SIG erhält von einer Person eine antisemitische Zuschrift in französischer Sprache.
Unter anderem steht darin
„Les juifs actuels ne sont plus considérés comme des victimes.“ Und „Le cruel Dieu des Juifs“.

Zürich, 24.04.2016

Eine Person erhält von einem Unbekannten eine SMS mit folgendem Inhalt: „Das ewige Gejammer der umgekommenen Juden während der Nazizeit geht mir langsam auf den Sack, dass noch 55 Millionen Nichtjuden umgekommen sind, wird bei keinem Wort erwähnt.“

Sargans, 04.01.2016

Die Kantonsschule Sargans erhält ein anonymes Schreiben aus Deutschland, in welchem der Holocaust und die systematische Vernichtung der europäischen Juden verleugnet wird. Anhand von kruden «Fakten», basierend auf angeblichen Quellen des IKRK, behauptet der unbekannte Verfasser unter anderem, es sei «unmöglich», zu beweisen, dass in Auschwitz Juden ermordet wurden.

Zürich, 05. September

Der SIG erhält einen anonymen Brief, in welchem Juden beschimpft werden. Der Holocaust sei eine „Jahrhundertlüge“, Angela Merkel eine „zionistische Juden-Schlampe“ und die Juden an allen Weltkriegen schuld.

Zürich, 06. September

Der SIG erhält einen antisemitischen Brief von einem Pseudonym namens „Kalbermatten“. „Kalbermatten“ ist schon seit Jahren immer wieder mit solchen Briefen aufgefallen. Neben wüsten antisemitischen Beschimpfungen enthält der Brief Bilder von bekannten jüdischen Persönlichkeiten, auf deren Gesichter „Kalbermatten“ Kreuze gemalt hat.

Biel, 07. September

Eine jüdische Person wird von einem ihm unbekannten Mann auf Facebook angeschrieben. Der Mann beschimpft die Person antisemitisch und bedauert, dass Hitler nicht alle Vorfahren der jüdischen Person vergast habe. Auch auf seinem öffentlich einsehbaren Facebook-Profil beleidigt und schmäht der Täter Juden. Der Hetzer konnte identifiziert werden und wurde angezeigt. 

Zürich, 03. Dezember

Der SIG erhält eine anonyme  Zuschrift per Mail, in der absurde Behauptungen, Vorwürfe und Referenzen zu Hitler gemacht werden. Der Absender argumentiert, dass er sehr gut verstehen könne, dass alle Menschen die Juden hassen würden und dass Juden selbst  Schuld seien am Antisemitismus.

Zürich, 26. November

Ein jüdische Familie in Zürich erhält einen handgeschriebenen Brief mit folgenden Worten: „Wir werden euch immer verfolgen – gestern, heute, morgen. Es grüsst Amon Göht und Julius Streicher. Schöne Grüsse aus Bergen Belsen und Auschwitz.“

Zürich, 2. November

Die Jüdische Liberale Gemeinde Zürich erhält als Reaktion auf die Medienpräsenz rund um die Gurlitt-Sammlung einen Brief. Darin steht: „Die Gurlitt - Sammlung scheint sehr wertvoll zu sein. Kein Wunder das der jüdische Weltkongress sofort zur Stelle ist.“

Wilen, 17. Oktober

Eine „Gruppe junger Ostschweizer- Geschäftsleute“ versendet einen Brief an eine Person, die vor Jahren mehrfach Leserbriefe geschrieben hat, in denen sie sich gegenüber Israel solidarisch gezeigt hat. Die Verfasser  schreiben: „Boykottiert diesen terroristischen Verbrecherstaat Israel und vergesst endlich diesen Scheiss- Holocaust, der immer und immer wieder auftaucht und den diese feigen Zionisten weltweit als Bonus für ihre schändliche Gesinnung schamlos ausnützen.“

Zürich, 29. September

Zwei jüdische Personen erhalten einen Brief aufgrund eines Interviews mit ihnen in „Das Magazin“. Der Absender schreibt: „Die Juden sind absolut die Christus-Mörder, und dafür muss man die Juden nicht töten oder vernichten, aber Gott der Messias wird das Judenvolk absolut leiden lassen, für den bestialischen grausamen Mord am Gottes-Sohn Jesus Christus.“ Der Absender „Kalbermatten“ ist der SIG bekannt und schreibt regelmässig Briefe mit beigelegten Fotos von portraitierten Juden, welche mit Kreuzen durchstrichen sind.

Zürich, 20. September

Eine Frau schreibt dem Präsidenten des SIG einen Brief. Darin steht unter anderem, dass der zunehmende Antisemitismus die Quittung dafür sei, dass Kritik jahrelang konsequent als Antisemitismus diffamiert worden sei. Die Juden würden in einer nie dagewesenen PR-Offensive die Medien infiltrieren, mit Artikeln für Israel und für die jüdische Kultur und über den Holocaust.

Bern, 10. September

Die israelische Botschaft in Bern erhält eine Email mit dem Inhalt: „jUDENAUSROTTUNG! Julius Streicher möchte gerne mit ihnen Kontakt aufnehmen“.

Zürich, 28. August

Der SIG-Präsident erhält einen Brief als Reaktion auf einen Artikel in der NZZ. Der Absender ist „beschämt, dass Schweizer wagen solche Sätze ins Netz zu stellen. Sie beklagen auch, dass sich nicht mehr Eidgenossen vehement dagegen wehren. Es hat alles eine Ursache.“ Er impliziert, dass die Juden an dem Hass selber Schuld seien.

Biel, 28. August

Eine jüdische Familie in Biel erhält einen Brief. Der Absender hofft „wenn doch die Ukraine die Gaszufuhr nach Europa behindern will, dann könnte doch der Putin das Gas über Jsrael nach Europa leiten. In Israel könnte man die Leitungen dann anzuzapfen, denn die wissen ja wie man mit Gas umgeht.“

Zürich, 27. August

Wirre Zuschrift: "Wegen juden dreck für mich extra geschlossen um das erbe der odiet will ich nicht es ist beschmutz von euch juden", schreibt eine anonyme Person dem SIG per Email.

Zürich, 26. August

Der SIG erhält einen Brief. Der Absender schreibt: „Israel ist das die schlimmste und  feigste braune Nazi Brut die es momentan auf dieser Erde gibt.“. Des Weiteren wünscht er sich „ Israel und die die braune Nazi Brut aus den USA zusammen in die Hölle!“

Zürich, 25. August

Der SIG erhält einen Brief. „Ihr Juden, Ich begreife heute, dass Ihr Juden verhasst seid.“, schreibt der anonyme Absender, „Seit die Juden ihr Israel nach dem 2. Weltkrieg erhalten haben machen Sie Krieg und breiten sich wie eine Krappe aus in Palästina und Gaza.“

Zürich, 24. August

Im Rahmen der Affäre um Geri Müller erhält der SIG ein Schreiben. „Ich fordere den SIG auf sich öffentlich und wahrnehmbar gegen die Schmutzkampagne G. Müller zu artikulieren die von Israel nahestehenden Kreisen, Widgorovits und Bollag, unter Mithilfe der SAS initiert wurde.“, schreibt dieser. Falls sich der SIG nicht distanziere, müsse man sich über Antisemitismus nicht wundern.

Zürich, 22. August

Der SIG erhält eine Email mit den Adressaten „Die Juden“. „Sehr geehrte Juden, ich versuche zu verstehen woher der Judenhass kommt der offenbar bei doch recht vielen Leuten vorhanden ist.“, beginnt er seine Email um fortzufahren mit seiner Erklärung: „ Ich habe mich mit versch. Leuten darüber unterhalten. Viele dieser Leute haben Mühe mit Eurer Arroganz gegenüber Andersgläubigen. Der Geiz in Sachen Geld etc. ist ebenfalls angeführt worden(…).“

Zürich, 22. August

Der Präsident des SIG erhält eine Email von einem Absender, der dem SIG regelmässig antisemitische Emails schreibt. „Wenn Sie das deutlich von Ihrem religiösen Verein aus machen, nämlich distanzieren, dann verschwinden auch die antisemitischen Aktionen von Leuten mit der gleichen extremistischen Gesinnung, wie es das Rechtslager mit Landraub, Unrecht und Bombardierungen im heutigen Israel ist.“, schreibt er zum Gazakrieg, „Leider hat das Land seine früheren Sympathien verloren! Nur "jomeren" bringt nichts!“

Baden, 21. August

Der Präsident der jüdischen Gemeinde Baden erhält einen Brief mit dem Betreff „Judenausrottung“. Der unbekannte Absender spricht den Empfänger mit „Hallo Judenschwein“ an und droht ihm und seiner Familie mit einem Blutbad, mit der Sprengung der Synagoge in Baden, und fordert „Tod den Scheissjuden“.

Zürich, 20. August

Der Präsident des SIG erhält einen Brief als Reaktion auf seinen offenen Brief an den Bundesrat. „Distanzieren Sie sich vom Zionismus! Prangern Sie die vielen rassistischen Äusserungen, Greueltaten und politischen Machenschaften dieser jüdischen Brüder an! Oder haben Sie sich noch nicht ernsthaft mit der hochmütigen Seite in der Geschichte des Judentums auseinandergesetzt?“, schreibt der Absender.

Zürich, 1. August

Der SIG erhält einen antisemitischen Brief. In diesem wird das Judentum mit Israel gleichgestellt: „Jetzt haben Sie im Orient den Krieg angezettelt gegen den ISLAM. Sie werden noch leiden wie Sharon – der Schlächter. Ich in der Schweiz werde nichts mehr israelitisch-jüdisches kaufen und das Judentum meiden. Klar!“

Baden, 31. Juli

Die Jüdische Gemeinde Baden erhält einen Brief, in welchem die Juden zu den Verantwortliche für den Gazakrieg gemacht werden. „Halten Sie sofort den Krieg in Israel an. Sie sind für die fürchterlichen Bluttaten verantwortlich!!!“, schreibt der Absender, „Es ist menschenverachtend was die Juden seit JAHREN machen. Pfui, erwähnt ja niemals mehr die Judentötung, ihr Juden tötet bis ins unendliche und habt nichts dabei gelernt.“

Zürich, 31. Juli

Der SIG erhält ein Schreiben als Reaktion auf einen Zeitungsartikel des Präsidenten. „So, so! Ich lese in der Zeitung, dass ein Herr Winter behauptet, Juden in der Schweiz fühlen sich bedroht. Oh, die Armen!“, schreibt der Absender, und argumentiert, dass die Schweizer Juden kein Recht hätten, sich über Antisemitismus zu beklagen, da es den Palästinensern viel schlechter gehe als den Juden. 

Zürich, 30. Juli

Der SIG erhält einen Brief. Der Absender schreibt regelmässig antisemitische Nachrichten an den SIG. Er vergleicht „Hitler Deutschland und Netanjaho Israel“ miteinander und schreibt: „Leider finde ich beim besten Willen keinen Unterschied, beide haben die gleichen Verbrechen begangen oder sind noch dabei sie zu begehen. Beide ermorden Zivilisten. Beide bombardieren Städte und Dörfer. Beide stehlen Liegenschaften und Grundstücke.“

Zürich, 29. Juli

Mindestens vier jüdische und muslimische Personen erhalten einen identischen antisemitischen Brief. Darin steht, „dass Schweizer 1980 gegen einen jüdischen Bundesrat waren, ist ein Zeichen politischer Reife. Den mächtige Juden kaufen Parteien, ja ganze Staaten und dominieren dieselben.“

Zürich, 29. Juli

Der SIG erhält eine Email von einem Absender, welcher dem SIG schon bekannt ist und regelmässig schreibt. „Nur über Antisemitismus jammern und Anzeigen erstatten bringt nichts.“, schreibt er, „Wenn in der Schweiz und Europa Antisemitismus aufkommt ist der SIG mitverantwortlich weil er die Politik Israels die letztendliche die Zerstörung des Staates Palästina beinhaltet unterstützt!“

Zürich, 29. Juli

Der SIG erhält einen antisemitischen Brief. „Einmal mehr mordet der Judenstaat im Gazastreifen unschuldige Palästinenser“, schreibt der Absender, „Am besten wäre, wenn die Juden die Schweiz verlassen würden, um in ihrem Land ebenfalls Krieg zu führen.“

Zürich, 28. Juli

Der Präsident des SIG erhält eine Email. „Hören Sie auf, von Antisemitismus zu reden, zeigen Sie nicht mit dem Finger auf andere, sondern wirken Sie dahingehend, den israelischen Behörden und der Regierung die Augen zu öffnen. Die Ausgrenzung des palästinensischen Volkes schadet letztlich dem jüdischen Volk selbst“, schreibt der unbekannte Absender. Diese  Zuschrift impliziert, dass die Juden selber Schuld seien am Antisemitismus.

Zürich, 28. Juli

Der SIG erhält eine Email, in welcher nicht nur die Politik Israels kritisiert und mit dem Nazi-Regime verglichen wird, sondern auch die Haltung des SIG: „Auch hier fehlt die Kritik an Israel auf Ihrer Homepage. Wer sich nicht genügend von den Verbrechen der israelischen Regierung distanziert, macht sich zum Komplizen und Unterstützer und mitschuldig.“ Damit wird gesagt, dass die Schweizer Juden mitschuldig an den angeblichen „Naziverbrechen“ Israels sei. 

Zürich, 24. Juli

Der Absender einer Email an den SIG schreibt: „Bedauerlich wie sich Israel als Besatzungsmacht in der Tagesschau als Opfer dazustellen versucht. Israel erarbeitet sich die Feinde mit jedem Toten Palästinenser selber!!! Abscheulich, Gott wird Sie (gemeint sind die Juden) bestrafen.“

Zürich, 24. Juli

Der SIG erhält eine antisemitische Email. Darin wird versucht,  antijüdische Verschwörungstheorien als wahr darzustellen. „ Sie sind bei allen grösseren Kriegen 1.,2.WK Planer. Ausführen lassen sie immer andere. Sie haben die Macht über das Finanzsystem (Rothschild), Nahrungsmittel (Rockefeller), die Medien und selbst Hollywood. Sieger des 1. WK wäre Deutschland gewesen aber Juden (Brandeis) gingen nach England und überzeugten die Briten, dass wenn Amerika in den Krieg zöge Deutschland besiegt würde“, schreibt der Absender.

Zürich, 23. Juli

Der SIG erhält eine antisemitische Email. „Ich muss meiner unsäglichen Wut Luft verschaffen, wie einmal mehr die Israelische Armee die Palästinenser wie Ratten abschiesst.“ schreibt der Absender, „Gerade die Juden, welche vor allem im 2. Weltkrieg dermassen verfolgt und diskriminiert wurden, haben offenbar gegenüber den Palästinensern ganz andere Massstäbe als sie gegen die Juden gelten sollen. Dass die Palästinenser keinen Schritt tun können und kein Krümel Brot essen können ohne von den Israelis verfolgt zu werden erfüllt mich mit ganz ekliger Abscheu.“

Zürich, 23. Juli

Der SIG erhält einen antisemitischen Brief, welcher von Stereotypen und Vorurteilen geprägt ist. Der Brief wurde wahrscheinlich als Reaktion auf eine Kolumne des Präsidenten im Tages-Anzeiger geschrieben.

Zürich, 22. Juli

Der SIG-Präsident Herbert Winter erhält eine Email, in welcher der Absender Bezug nimmt auf einen Artikel im Tages-Anzeiger. In dem Artikel hat Winter über die Hetze im Vorfeld einer Demonstration geschrieben. Der Briefschreiber argumentiert, dass Israel an dem Hass gegen Juden in der Schweiz  Schuld seien: „Zurück bleiben Fragen. Zum Beispiel: Wer ist für diese Stimmungsmache verantwortlich?  Israel selbst du Pfeife!“

Zürich, 22. Juli

Der SIG erhält eine Email, in der von einer „jüdischen Arroganz“ die Rede ist, die sich im Nahostkonflikt wiederspiegle.

 

Zürich, 22. Juli

Der SIG erhält eine Email. Darin stellt der Absender den Gazakrieg mit dem Holocaust gleich und sagt, „der heutige israelische Staat gleicht immer mehr dem Nazi-Regime“. Des Weiteren sei die Situation „vergleichbar mit dem Warschauer Ghetto, nur sind jetzt die Israeli die Massenmörder, aus den ehemaligen Opfern wurden Täter, vergleichbar mit den Nazis.“

Zürich, 22. Juli

Der SIG erhält eine antisemitische Zuschrift, bei welchem Gaza mit dem Warschauer Ghetto gleichgestellt wird: „GAZA ist das Warschau der Hitlerzeit!“, schreibt der anonyme Absender.

Zürich, 21. Juli

In einem Brief an den SIG erklärt eine „Gruppe, in der Schweiz unbekannte ehemaliger Legionäre das Töten in all seinen Facetten gelernt, jedoch das Massaker, ausgeführt von ihren Landsleuten (gemeint sind Israelis) nicht mehr tolerierend“, dass sie sich auf den Weg nach Israel machen um die dortigen Lebensmittel zu vergiften und so den Palästinensern zu helfen.“ Haben wir diese Mission beendet werden wir nicht mehr wahllos handeln, sondern gezielt und es werden Leute wie sie auf der Liste sein“, schreibt der Absender weiter und verabschiedet sich „mit tödlichem Gruss, den nach unserer Missi

Zürich, 20. Juli

Der SIG erhält einen Brief, welcher eine Reaktion auf einen Artikel des Präsidenten in der NZZ ist. „Ihr Schlussatz, dass sich Schweizer Juden nicht würden einschüchtern lassen tönt für mich so nach dem Motto Auge für Auge, Zahn für Zahn“, schreibt der Absender, und zitiert damit das alte antisemitische Stereotyp von den „Rachejuden“.

Zürich, 20. Juli

Der SIG erhält eine antisemitische Email. Der Absender schreibt darin unter anderem: „Euren verdammten Antisemitismus und Holo-Keule auf uns Deutsche bringt bald Eure Endlösung! Ihr seid gerichtsreif. Und wenn euer Märtyrer-Gewinsel nicht aufhört, warum verreist ihr nicht nach Palästina.“

Zürich, 18. Juli

In einem antisemitischen Email an den SIG werden zum einen die Juden und Israel gleichgestellt sowie auch mit den Nazis verglichen. Der Absender schreibt weiter: „Jedoch werdet Ihr nie müde an den Holocaust zu erinnern und daraus politisches und (in nicht allzu ferner Vergangenheit), mit Hilfe von Anwälten wie Ed Fagan, auch finanzielles Kapital zu schlagen.“

Zürich, 17. Juli

Der SIG erhält eine Email, in der die Medien sowie der SIG angeklagt werden, die angestammte Schweizer Bevölkerung unter Druck zu setzen, damit sie „die Aufnahme von Islamischen Flüchtlingen“ vor dem Hintergrund des Balkankrieges akzeptiere und „das erhebliche antijüdische Potential haben die CH-Medien und der SIG in der Schweiz Meinungsterrorisiert“.

Zürich, 16. Juli

Der SIG erhält eine Email, bei welcher von einer „Hetzkampagne“ die Rede ist, welche der SIG gestartet haben soll. Die Adressatin macht die Schweizer Juden für das Unrecht in Gaza verantwortlich und nennt sie Hetzer und Feuerentfacher. Der Gund: Der SIG hat  öffentlich gesag,  Aufrufe zur Gewalt im Vorfeld einer pro-palästinensischen Demonstration  seien besorgniserregend.

Zürich, 13. Juli

Der SIG erhält eine Email mit antisemitischem Inhalt. Die Absenderin ist dem SIG bekannt, da sie regelmässig wüste und wirre Beschimpfungen sendet. Sie schreibt: „HITLER WAHR SCHON EIN GUTER MAN juden rent für euren bosch bravo usa new yorker juden dreck schade das ich barry fressen“

Zürich, 5. Juli

Der SIG erhält eine antisemitische Email. Der Absender schreibt „ihr verfluchten juden stoppt endlich das töten!!!ihr werdet logisch gehasst. ihr seit die pest“.

Bern, 29. April

Die Israelische Botschaft in Bern erhält eine Email, in welcher Netanjahu mit Hitler gleichgestellt respektive als noch schlimmer als dieser dargestellt wird. „Ihr Netanyahu ist ein Arschloch, Terrorist und schlimmer als Hitler es jemals war“, schreibt der Absender und betreibt damit eine typische Täter-Opfer-Umkehr. 

Bern, 7. März

Die israelische Botschaft erhält eine Email mit dem Inhalt „Die USA und Israel ist die schlimmste Nazi Mörder Bande die es je auf dieser Welt gab“.

Basel, 6. März

Die Israelitische Gemeinde Basel erhält eine antisemitische Zuschrift per Email mit dem Inhalt: „Ich erhebe Anklage gegen Ihr unartiges Judenferkel“.

Zürich, 13. Februar

Der SIG-Generalsekretär erhält über Twitter eine persönliche Nachricht. Der Verfasser schreibt, dass die russische Regierung 1917 „zu 95% aus Mitgliedern jüdischer Abstammung“ bestand und diese „für die systematische Tötung von Menschen in der Höhe von mindestens 3x Holocaust“ verantwortlich sei. Er fordert den Generalsekretär auf, „diese menschenverachtende Greueltaten zuzugeben und öffentlich anzusprechen“ und stellt die Frage, ob es für die Juden profitabel sei „darüber nicht zu sprechen und alle die das Thema ansprechen als Antisemiten abzustempeln“.

Zürich, 13. Februar

Der SIG erhält eine Zuschrift über das Kontaktformular mit dem Inhalt: „ihr seit das allerletzte ich kotz ab. geldgeile“.

Zürich, 13. Februar

Als Reaktion auf den offenen Brief an Anian Liebrand erhält der SIG-Generalsekretär eine Email. Der Absender schreibt: „Die Art und Weise wie Sie den Präsidenten der JSVP öffentlich an den Pranger stellen bestätigt mir einmal mehr jüdische Rechthaberei und Arroganz.“

Bern, 15. Januar

Die israelische Botschaft erhält eine antisemitische Email. Der Verfasser schreibt, der Grund seines Schreibens sei „die Siedlungsbauangelegenheit auf Palästinenserboden“ und führt weiter aus, dass dies „kakalakenhaft“ sei. Weiter schreibt er: „Ihr denkt wohl, ihr seid die scheiss Kinder Gottes im gelobten Land oder so. Fuck off mit eurer Thora!“.