Methode

Eintrag vom Mi, 13. Mär 2019 – 15:40

Wie kommt der SIG zu den Vorfällen?

  • Meldestelle: Der SIG betreibt eine Antisemitismus-Meldestelle. Über ein Kontaktformular, telefonisch oder per Mail können alle antisemitischen Vorfälle gemeldet werden, die selber erlebt oder beobachtet wurden. Dies können tätliche Angriffe und Beschimpfungen, Schmierereien, Briefe und Nachrichten oder im Internet und auf den sozialen Medien entdeckte Posts und Kommentare sein. Mittels Kontaktaufnahme und Recherche wird dann verifiziert, ob der Vorfall wirklich so stattgefunden und ob es sich dabei tatsächlich um einen antisemitischen Vorfall gehandelt hat. Gegebenenfalls wird auch die Glaubwürdigkeit der Zeugen oder involvierten Personen überprüft. Erst nach Abschluss dieser Verifizierung kommt der Vorfall in die Liste der antisemitischen Vorfälle des betreffenden Jahres.
  • Medien-Monitoring: Der SIG betreibt auch ein Medien-Monitoring und nimmt antisemitische Vorfälle auf, über die in den Medien berichtet wurde.
  • Internet-Recherche: Der SIG betreibt im Internet, in den sozialen Medien und in den Kommentarspalten der Online-Zeitungen Recherche und nimmt antisemitische Vorfälle auf. Es liegt in der Natur des Internets, dass es nicht möglich ist, alle Social-Media-Plattformen und Webseiten vollständig zu beobachten und dadurch alle Vorfälle zu erfassen. Es ergibt sich so jedoch über die Dauer des Berichtsjahres eine zuverlässige Einschätzung bezüglich der auslösenden Trigger (vgl. dazu unten), der allgemeinen Stimmung und namentlich auch der Urheberschaft und der von ihnen verwendeten typischen Narrative mit Bezug auf antisemitische Äusserungen in den digitalen Medien der Schweiz.

Geografische Eingrenzung
Im vorliegenden Bericht werden antisemitische Vorfälle erfasst, die sich 2018 in der Deutschschweiz ereigneten. Die Vorfälle in der französischsprachigen Schweiz werden von der «Coordination intercommunautaire contre l’antisémitisme et la diffamation» (CICAD) erfasst. Die erfassten Vorfälle müssen in der Schweiz stattgefunden haben oder sich in der Schweiz auswirken. Internetvorfälle werden erfasst, wenn der Autor beziehungsweise der Empfänger eines Posts in der Schweiz wohnhaft ist oder die Organisation, welche die Homepage betreibt, eine schweizerische ist.

Meldeverhalten
Die grosse Schwierigkeit bei einem Bericht über Antisemitismus ist, dass nur Vorfälle gezählt werden können, die auch gemeldet oder anderswie bekannt werden. So muss auch in der Schweiz von einer hohen Dunkelziffer an Vorfällen ausgegangen werden, die weder einer Meldestelle gemeldet noch zur Strafanzeige gebracht werden. Dies kann verschiedene Gründe haben: Das Opfer hat etwa das Gefühl, eine Meldung oder Strafanzeige bringe nichts, oder der Täter ist ein Arbeits- oder Schulkollege und das Opfer will für sich die persönliche Situation nicht noch schlimmer machen.

Ebenfalls zum Thema Dunkelziffer gehört der Bereich Antisemitismus an Schulen. Antisemitismus an Schulen und auf Sportplätzen wird oft hingenommen, ohne dass jemand interveniert oder eine Fachstelle einschaltet. Deshalb weiss man auch nur von einem Bruchteil der tatsächlichen Fälle. Besonders bei jüngeren Schülern können es auch Beleidigungen und Sprüche sein, die sie andernorts aufgeschnappt haben und dabei den historischen Kontext dazu noch gar nicht kennen bzw. verstehen. Auch in solchen Fällen bieten sich SIG und GRA als Anlaufstellen für Schulleitungen und Betroffene an, um in Konflikten zu vermitteln und Lösungen zu suchen.

Wie hoch die Dunkelziffer von nicht gemeldeten Vorfällen ist, lässt sich schwer einschätzen. Der SIG ist sehr darum bemüht, dass Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft antisemitische Vorfälle bei der SIG-Meldestelle melden, um ein möglichst vollständiges Bild zu bekommen. Im Berichtsjahr wurden diverse Inserate mit entsprechenden Hinweisen auf die SIG-Meldestelle in den einschlägigen Medien publiziert. So besteht die Hoffnung, die Dunkelziffer in den nächsten Jahren zu verringern.

Definitionen: Antisemitismus, Antizionismus, Kritik am Staat Israel

Antisemitismus
Der SIG übernimmt die Antisemitismus-Definition und die dazugehörigen erläuternden Beispiele der International Holocaust Remembrance Alliance IHRA, die auch in den meisten anderen europäischen Ländern anerkannt ist und von den meisten jüdischen Organisationen in Europa benutzt wird: «Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die im Hass auf Juden Ausdruck finden kann. Rhetorische und physische Manifestationen von Antisemitismus richten sich gegen jüdische oder nichtjüdische Individuen und/oder ihr Eigentum, gegen Institutionen jüdischer Gemeinden und religiöse Einrichtungen.»

Erläuternde Beispiele dafür sind:

  • Aufruf zu, Beihilfe zu oder Rechtfertigung des Tötens oder Verletzens von Juden im Namen einer radikalen Ideologie oder einer extremistischen Auffassung von Religion;
  • Aufstellung unwahrer, entmenschlichender, dämonisierender oder stereotyper Behauptungen über Juden als solche oder die Macht von Juden als Kollektiv, so wie – besonders, jedoch nicht ausschliesslich – der Mythos über eine jüdische Weltverschwörung oder von Juden, die die Medien, Wirtschaft, Regierung oder andere gesellschaftliche Institutionen kontrollieren;
  • Anschuldigungen gegen die Juden als Volk, sie seien verantwortlich für reales oder fiktives Fehlverhalten, das durch eine einzelne jüdische Person oder Gruppe oder sogar von Nichtjuden begangen wurde;
  • Leugnung der Tatsache, des Umfangs, der Mechanismen (z.B. Gaskammern) oder der Absicht des Genozids am jüdischen Volk durch das nationalsozialistische Deutschland und durch seine Unterstützer und Komplizen während des Zweiten Weltkriegs (Holocaust);
  • Anschuldigungen gegen die Juden als Volk oder gegen Israel als Staat, den Holocaust erfunden zu haben oder zu übertreiben;
  • Anschuldigungen gegen jüdische Personen, sie seien Israel oder den angeblichen Prioritäten der Juden weltweit gegenüber loyaler als ihren eigenen Ländern;
  • das Absprechen des Rechts auf Selbstbestimmung des jüdischen Volkes, beispielsweise durch die Aussage, die Existenz des Staates Israel sei ein rassistisches Projekt;
  • kollektive Verantwortlichmachung der Juden für die Handlungen des Staates Israel.

Der SIG wertet aufgemalte oder gesprayte nationalsozialistische Symbole wie das Hakenkreuz oder SS-Runen nur dann als antisemitisch, wenn ihre Anwendung einen direkten oder indirekten Bezug zu Juden oder jüdischen Einrichtungen hat. So müssen sie zum Beispiel direkt an Synagogen oder Gebäuden jüdischer Institutionen angebracht werden oder zusammen mit jüdischen Symbolen oder (indirekt) im Kontext als antijüdisch interpretierbar sein.

Kritik am Staat Israel
Kritik am Staat Israel beziehungsweise an seiner Politik ist nicht generell antisemitisch, solange man diese Kritik so tätigt, wie man sie auch an allen anderen Staaten tätigen würde. Israelkritik wird dann antisemitisch, wenn:

  • doppelte Standards angewendet werden, indem ein Verhalten eingefordert wird, wie es von keiner anderen demokratischen Nation erwartet oder gefordert wird;
  • «Israelis» und «Juden» gleichgesetzt werden;
  • Symbole und Bilder des klassischen Antisemitismus benutzt werden, um Israel oder Israelis darzustellen bzw. zu charakterisieren; etwa durch das Verwenden von Symbolen und Bildern, die mit traditionellem Antisemitismus in Verbindung stehen (z.B. der Vorwurf des Christusmordes oder die Ritualmordlegende), um Israel oder die Israelis zu beschreiben;
  • die aktuelle israelische Politik mit der Politik der Nationalsozialisten verglichen wird.

Antizionismus
Antizionismus bezeichnet die Ablehnung der jüdischen Nationalbewegung (Zionismus) und der Existenz Israels als jüdischer Nationalstaat. Motive und Begründungen von Antizionisten sind vielfältig und nicht an bestimmte Parteien oder Ideologien gebunden. Es ist nicht generell antisemitisch, wenn man die Ideologie des Zionismus ablehnt. In der Realität werden aber oft antizionistische Aussagen benutzt, um Antisemitismus zu verschleiern. Zum Beispiel wird anstatt des antisemitischen Narratives «jüdisch kontrollierte Presse» nun «zionistisch kontrollierte Presse» verwendet. Oder es wird die Aussage «Ich hasse nicht die Juden, nur die Zionisten» getätigt. Wenn «Zionisten» mit den klassischen antisemitischen Stereotypen beschrieben werden, ist es relativ einfach, den Verschleierungsversuch zu durchschauen. In vielen Fällen muss aber gut geprüft werden, ob es sich um Antisemitismus handelt oder nicht. Dabei kann auch helfen, ob die Person in der Vergangenheit schon klar antisemitische Aussagen gemacht hat oder nicht.

Vorfälle, grenzwertige Fälle und ihre Kategorien
Eingegangene Meldungen oder recherchiertes Material wird eingeteilt in:

  • Vorfälle: Fälle von eindeutigem Antisemitismus;
  • grenzwertige Fälle: Bei diesen Sachverhalten kann nicht eindeutig festgestellt werden, ob es sich um Antisemitismus handelt oder nicht;
  • Fälle, bei welchen kein Antisemitismus vorliegt und die daher auch nicht in die Statistik aufgenommen werden.

Die Vorfälle werden in folgende inhaltliche Kategorien unterteilt:

  • Antisemitismus allgemein: Dabei handelt es sich um die klassischen antisemitischen Stereotypen, wie z.B. Juden seien geldgierig, Juden beherrschten die Banken und die Medien oder das Judentum sei die Religion des Teufels;
  • Schoahleugnung und Schoahbanalisierung: Unter diese Kategorie fällt die Leugnung der Schoah (Holocaust) oder die Banalisierung und Verharmlosung derselben;                                                                                                                                         
  • israelbezogener Antisemitismus: Hierbei handelt es sich um Antisemitismus, der eine Verbindung zum Staat Israel aufweist (vgl. dazu vorne den Abschnitt «Kritik am Staat Israel»);
  • zeitgenössische antisemitische Verschwörungstheorien: Unter diese Kategorie fallen Verschwörungstheorien, die über das klassische «Die Juden beherrschen die Welt» hinausgehen und sich besonders in letzter Zeit stark entwickelt haben. So zum Beispiel: «Die Familie Rothschild und der Unternehmer George Soros sind verantwortlich für die Flüchtlingsströme, um eine Umvolkung in Europa herbeizuführen. Das Ziel dabei ist eine stupide ’negroide Mischrasse‘, die sich von der jüdischen Finanzelite besser kontrollieren lässt.» oder «Israel hat den ’Islamischen Staat‘ gegründet, um den Nahen Osten zu destabilisieren und so der Bildung von ’Grossisrael‘ vom Nil bis zum Euphrat einen Schritt näher zu kommen.».

Zusätzlich gibt es folgende Kategorien nach der Form des Vorfalls (sog. Form-Kategorien): Tätlichkeiten, Beschimpfungen, Aussagen, Auftritte, Sachbeschädigungen, Schmierereien, Plakate/Banner und Karikaturen.

  • Tätlichkeiten: Tätliche Angriffe auf Juden bzw. vermeintliche Juden aus antisemitischen Motiven.
  • Beschimpfungen: Direkt an Juden bzw. vermeintliche Juden gerichtete antisemitische Beschimpfungen, zum Beispiel «Judensau», «Ab ins Gas» oder «Schade hat Hitler dich vergessen».
  • Aussagen: Aussagen mit antisemitischem Inhalt, die nicht direkt einer bestimmten Person gegenüber gemacht wurden.
  • Auftritte: Öffentliches Zeigen von antisemitischem Gedankengut, zum Beispiel an Demonstrationen oder durch Zeigen des Hitlergrusses, gerichtet an jüdische Personen.
  • Sachbeschädigungen: Sachbeschädigungen an Synagogen, jüdischen Institutionen, jüdischen Friedhöfen oder jüdischen Geschäften, wenn davon ausgegangen werden kann, dass diese aus antisemitischen Motiven geschehen sind.
  • Schmierereien: Graffitis, Bemalungen und Kleber, die einen klar antisemitischen Inhalt haben.
  • Plakate/Banner: Öffentlich aufgehängte Plakate und Banner mit eindeutig antisemitischem Inhalt.
  • Karikaturen: Karikaturen, die sich antisemitischer Stereotypen bedienen und oftmals im Stil antisemitischer Karikaturen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehalten sind.

Bei einigen Form-Kategorien (Beschimpfungen, Aussagen und Karikaturen) wird auch noch unterschieden, ob es sich um die Untergruppe Handlung, Zusendungen oder Online handelt.

  • Handlungen: Alles, was in Interaktion mit Menschen oder Gebäuden geschieht.
  • Zusendungen: Alles, was jemandem zugeschickt wurde, also Briefe, Pakete, E-Mails, SMS usw.
  • Online: Alles, was sich im digitalen Raum/Internet, also z. B. auf einer Homepage, in den Kommentarspalten von Online-Zeitungen, auf sozialen Medien wie Facebook und Twitter oder Jodel zugetragen hat.

Ein Vorfall kann nur in eine Form-Kategorie eingeteilt werden. Es gibt somit keine doppelten Anführungen. Bei Vorfällen, die in mehrere Kategorien passen würden, wird jeweils die gravierendere Kategorie gewählt. Das heisst zum Beispiel, dass Sachbeschädigung über Schmierereien und Tätlichkeiten über Beschimpfungen stehen.

Erläuternde Beispiele für die Form-Kategorien:

Tätlichkeiten:
An einem Samstagabend um 22 Uhr gerät ein als Jude erkennbarer Mann im Zürcher Stadtkreis 3 vor einem Gebäude in eine Auseinandersetzung mit einem anderen, nichtjüdischen Passanten. Letzterer starrt mehrere jüdische Kinder auf einem Spielplatz an. Später verlässt der jüdische Mann mit drei jüdischen Bekannten das Gebäude. Der Passant, mit dem vorher die Auseinandersetzung stattgefunden hat, rennt der Gruppe nach, ruft antisemitische Parolen und hält ein Messer in der Hand. Er wird dann von einem Zeugen des Vorfalls aufgehalten und später von der Polizei verhaftet.

Beschimpfungen:
• Ein als Jude erkennbarer Mann und sein Sohn werden auf dem Weg zur Synagoge verbal beschimpft. Der Täter läuft  den beiden hinterher und macht unter anderem die Äusserung «Euch schneide ich die Kehle auf».
• Eine Person droht in Brugg einer anderen, diese zu vergasen und sagt, dass alle «dunkelblonden» Männer per Güterwagen ins KZ Auschwitz zu deportieren seien.

Aussagen:
• In einer sich regelmässig treffenden Gruppe von Hundebesitzern äussert sich eine Person wiederholt antisemi tisch. Es fallen folgende Äusserungen:
– «Es jüdelt wieder»;
– «Typisch die Juden wieder»;
– «Die Juden, die jetzt wieder einen Krieg anzetteln»
• Zum Blick-Artikel «Neonazi Kevin G. (30) muss zwei Jahre in den Knast» vom 13. März sind auf der Facebook-Seite des Blicks folgende Kommentare veröffentlicht worden: «Ich bin wirklich keine Freundin von Rechtsextremen, aber zwei Jahre Haft, während Kinderschänder ein paar Monate bekommen? Man merkt schon wer die Welt regiert;-)». Und dann weiter unten: «Die Juden regieren die Welt, ist ja wohl kein Geheimniss. Ausserdem geht es mir in meinem Kommentar nicht um die Strafe selbst, sondern um das Verhältnis verschiedener Strafen».

Auftritte:
An der Fasnacht in Basel hat sich die Partei National Orientierter Schweizer PNOS in diffamierenden Kostümen präsentiert. Die PNOS beteiligt sich als inoffizielle Gruppe am Fasnachts-Cortège. Ihr Sujet beinhaltet die Lüge der jüdisch-freimaurerischen Weltverschwörung.

Sachbeschädigung:
(Älteres Beispiel, da im Jahr 2018 keine Sachbeschädigung gemeldet wurde.) Ein Unbekannter schlägt die Glasscheiben der Eingangstüre einer Synagoge in der Nordwestschweiz ein und ruft: «Kommt raus, ihr Saujuden!»

Schmierereien:
• Im Oktober entdeckt ein Vermieter nach dem Auszug eines Mieters an Wänden und Türen diverse Schmierereien (Beschimpfungen, Hakenkreuz, Zeichnung eines Hitler- Strichmännchens, das ein jüdisches Strichmännchen erschiesst) und ein mit Klebeband erstelltes Hakenkreuz.

Plakate/Banner:
(Beispiel von 2017, da im 2018 keine Plakate/Banner gemeldet wurden.) Auf mehreren Autobahnbrücken auf der A3 zwischen Reichenburg (SZ) und Richterswil (ZH) wurden Banner mit Hakenkreuzen und den Aufschriften «I love Hitler» und «Juden töten» angebracht.

Antisemitische Karikaturen:
Post auf Facebook: Ein muslimischer Mann mit traditioneller arabischer Kopfbedeckung, steht auf einem Gebetsteppich, welcher eine Dollarnote ist. Die zweite Person auf dem Bild trägt diverse Merkmale einer antisemitischen Karikatur und einen Davidstern auf dem Hut. Mit breitem Grinsen stiehlt «der Jude» den für die Muslime heiligen Felsendom.

Grenzwertige Aussagen:
Zum Artikel «BDP-Politiker nimmt Hitler in Schutz» im Blick im Juli ist folgender Kommentar veröffentlicht worden: «Was Hitler getan hat, ist eine riesen Sauerei. Aber ich habe das Gefühl, was heute im Nahen Osten abläuft, ist es auch. Aber jegliche Kritik ist verboten.»

Grenzwertige Schmierereien:
• Die Bewegung «Boykott, Desinvestition und Sanktionen gegen Israel BDS», die für einen totalen wirtschaftlichen und kulturellen Boykott Israels einsteht, ruft zum Beschmieren von Plakaten auf, welche das 70-Jahr-Jubiläum des Staates Israel feiern. Viele dieser Plakate an Bahnhöfen werden daraufhin mit roter Farbe und Wörtern wie «Mord», «Diebstahl» und «Vertreibung» beschmiert. 

Download PDF-Version des Antisemitismusberichts 2018